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Passwort vergessen: Wie sag ich’s meinem Kunden?

Posted am 29. Mai, 2009 von Thomas Elmiger in Usability

Beim heutigen Bedarf an Passwörtern kommt es oft vor, dass sich User nicht mehr an die Login-Informationen einer Website erinnern – in der Regel ist das aber kein Problem: Man lässt sich das Passwort einfach nochmals per E-Mail zusenden und schwups, hat man wieder Zutritt.

Passwort vergessen

Frustration und Rückfragen vermeiden

Die Passwort-Recovery-Funktion zum Versenden entsprechender Mails ist heute ein geschätzter und notwendiger Standard. Die Erfahrung unserer Kunden zeigt, dass es dabei einen grossen Unterschied macht, ob man im Text Benutzernamen (Login) und Passwort in der gleichen Reihenfolge angibt, wie sie im Anmeldeformular einzugeben sind, oder eben vertauscht. Enthält das automatisch generierte Mail die Zugangsdaten in falscher Reihenfolge, gibt ein beachtlicher Teil der Benutzer die Daten beim nächsten Versuch auch falsch ein … frustrierend!

Wenig Aufwand, grosser Effekt

Beim Konfigurieren der E-Mails für die Funktion «Passwort vergessen» ist darum unbedingt darauf zu achten, die Zugangsdaten genau so zu kommunizieren, wie sie auf dem Login-Screen abgefragt werden. Damit kann man vielen Menschen das Leben erleichtern und Rückfragen zu Passwörtern vermeiden. Happy Login!

5 Kommentare

Thomas

29. Mai, 2009

Je nach Sicherheitsstufe sollten zugestellte Passworte neu generiert und natürlich nur einmal gültig sein. Denn E-Mail ist nach wie vor ein zwar geschätzter, aber potentiell unsicherer Kanal.

Christoph

29. Mai, 2009

Als Benutzer bevorzuge ich eine E-Mail mit einem Link zu einer Seite, auf der ich das Passwort neu setzen kann. Die Gültigkeit des Links sollte auf einmalige Nutzung innerhalb von einigen Stunden beschränkt werden.

Das Problem beim Versand des Passwortes ist, dass ein Angreifer durch Kenntnis des E-Mail-Passwortes automatisch auf diesen Dienst Zugriff kriegt, sofern das Passwort nicht sofort geändert und die E-Mail aufbewahrt wird (siehe Vorschlag von Thomas).

Zusenden des vergessenen Originalpasswortes sollte in der Regel gar nicht möglich sein. Online-Dienste sollten niemals die Passwörter der Benutzer im Klartext ablegen, sondern nur in gehashter Form. Sind die Passwörter im Klartext gespeichert, können Angreifer diese durch ein eventuelles Sicherheitsleck auslesen und für den Zugriff auf andere Dienste verwenden.

Thomas Elmiger

30. Mai, 2009

Das Passwort zu ändern, nachdem es per E-Mail verschickt wurde, ist in jedem Fall eine gute Idee – dabei macht es dann allerdings keinen grossen Unterschied, ob es sich um das alte, vergessene Passwort handelt, oder um ein neues, automatisch generiertes. Das altbekannte wird von Benutzern leichter eingetippt, ein kryptisches Kunstwort muss eher aus dem Mail kopiert und eingefügt werden, womit einige User bereits wieder stark gefordert sind.

Thomas

31. Mai, 2009

Usability und Security hatten naturgemäss schon immer einen grossen Trade-off. Trotz grossen technischen Fortschritten lassen sich diese Interessenkonflikte wohl nie ganz aus der Welt schaffen.

Martin Bachmann

05. Jun, 2009

Hier werden grundsätzlich zwei verschiedene Ansätze diskutiert. Für eine Webagentur ist der Kunde natürlich immer noch König und bestimmt in letzter Instanz, welche Variante er in seinem Projekt umgesetzt haben möchte.

Aber natürlich bevorzugen wir auch die Variante mit verschlüsselten Paswörtern. Oder auch gleich OpenID (http://openid.net/) …

Danke für Ihren Beitrag...