OroCommerce: B2B-E-Commerce – Open Source

B2B-Funktionalität mit B2C-Design vereint

Wer ist dahinter?

OroCommerce wurde von Yoav Kutner, Gründer und ehemaliger CTO von Magento, Dima Soroka, einem Freund von Yoav Kutner, und Jary Carter, ehemaliger Vizepräsident des Verkaufs von Magento, aufgebaut. Später kam auch noch Roy Rubin, Mitgründer von Magento, hinzu. Das Team bringt somit eine geballte Ladung an E-Commerce-Erfahrung mit.

Made for B2B

OroCommerce wurde spezifisch für B2B-E-Commerce entwickelt und ist somit die erste auf PHP basierende Open-Source-Lösung in diesem Bereich. Bis jetzt gab es vor allem nennenswerte Lösungen auf Java-Basis, wie beispielsweise Hybris, Websphere oder Oracle/ATG.

Ein grosser Unterschied zwischen B2B und B2C ist, dass im B2B-Business ein Kunde meistens nicht eine einzelne Person ist, sondern eine Firma. Diese Firmen haben dann meistens mehrere Nutzer, die Bestellungen im Onlineshop tätigen. Die Berechtigungen der einzelnen Nutzer können durch Administratoren dieser jeweiligen Firmen vergeben werden. Sinngemäss muss für jede Firma einen für sie passenden Workflow erstellt werden können. Weiter gibt es auch die Möglichkeit kundenspezifische Preislisten und Kataloge festzulegen. Mit bestimmten Kunden ausgehandelte Konditionen müssen natürlich direkt abgebildet werden können.

Dank intelligenten Workflows mit einem cleveren Regelwerk ist es auch möglich, eine Bestellung auch nach dem Aufgeben derselben noch bearbeiten zu können, bevor es zum eigentlichen Auftrag kommt. Dadurch können zum Beispiel Produktpreise nachträglich angepasst oder zusätzliche Rabatte gewährt werden.

Anders als im klassischen B2C-Commerce steht nicht der Warenkorb bei OroCommerce im Zentrum, sondern die Möglichkeit, Einkaufslisten erstellen und verwalten zu können. Dadurch können Bestellungen für unterschiedliche Bereiche einfach getrennt und schneller abgewickelt werden. Neben dem normalen Checkout besteht auch die Möglichkeit Angebote anfordern zu können. Dies ist sehr nützlich, wenn beispielsweise noch Abklärungen mit dem Shop-Besitzer gemacht werden müssen oder zuvor ein noch tieferer Preis aushandeln werden will. Und falls es mal schnell gehen muss, bietet die Plattform integrierte Quick-Order-Formulare. In einem solchen Formular geben Sie ganz einfach und sehr effizient die Artikelnummern und Mengen der Produkte ein, die Sie bestellen möchten. Alternativ kann auch eine .csv-, .xls- oder .odf-Datei hochgeladen werden, aus der dann ein Auftrag oder eine Einkaufsliste erstellt wird.

Dieses bereits beeindruckende Basis-Paket an E-Commerce-Leistungen wird mit der Funktionalität für die Verwaltung von mehreren Websites abgerundet. Multinationaler E-Business wird damit dramatisch vereinfacht. Selbstverständlich kann die Verwaltung von Produktkatalogen und Preislisten nicht nur pro Kunde, sondern auch pro Website (Land) angepasst werden.

Community-Edition und Enterprise-Edition

Hinsichtlich Lizenzsystem haben sich die Ex-Magento-Köpfe auf Altbewährtes gestützt: OroCommerce gibt es wie damals Magento in zwei verschiedenen Versionen, einer kostenlosen Community-Edition (CE) und einer kostenpflichtigen Enterprise-Edition (EE). Der Unterschied zwischen der CE und der EE sind für die EE ein paar mehr Features, ein integrierter Kunden-Support und die bessere Skalierbarkeit der Lösung. Einen detaillierten Feature-Vergleich der beiden Editionen finden Sie unter https://oroinc.com/b2b-ecommerce/features.

Fazit

OroCommerce bietet mit der kostenfreien Version kleinen, im B2B-Umfeld tätigen Firmen einen sehr guten Einstieg. Mit der ausgewachseneren Enterprise-Edition ist auch die Realisierung von komplexen B2B-Lösungen multinationaler Unternehmen möglich. Aus dem gleichen Softwarehaus wird zudem noch ein CRM angeboten, das sich direkt mit OroCommerce verbinden lässt. B2B-E-Commerce ohne integriertes CRM wäre ja auch etwas wenig weit gedacht. Jeder der vor hat, eine B2B-Lösung aus dem Boden zu stampfen, sollte sich meiner Meinung nach OroCommerce anschauen. Die Lösung ist finanziell attraktiv, softwaretechnisch robust und sieht auch im Standard designtechnisch schon sehr gut aus.

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