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Snow Leopard Server fürs Business? (Noch) keine gute Idee.

Posted am 29. Nov, 2009 von Philipp Sprecher.

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Das iPhone und später mein MacBook Pro haben meinen Alltag spürbar verändert und mir gefallen die Produkte aus Cupertino ganz gut, dennoch ist mir der kritische Blick als ehemaliger Windows-User nicht abhanden gekommen und ich distanziere mich vom sektirerischen Gebahren der Apfel-Firma mit ihrem geblendeten Fussvolk voller Ja-Sager. In diesem Beitrag beschränke ich mich auf die Software Snow Leopard Server (Mac OS X Server), die meinen Anforderungen, gemessen an den bisherigen Apple-Bekanntschaften, nicht genügen kann.

Fazit

Auf Grund der nachfolgend beschriebenen Schwachpunkte kann der Snow Leopard Server, in Foren meist kurz als SLS bezeichnet, im Business-Umfeld nicht eingesetzt werden. Es ist kein ausgereiftes Produkt, dessen glänzenden Marketing-Seiten massiv mehr versprechen als das Stück Code effektiv zu bieten hat. Mit den bisherigen Apple-Produkten, die ich kennengelernt habe, hat der SLS also nichts zu tun, denn das Leben wird nicht einfacher und angenehmer, sondern man muss in mühsamer Foren-Arbeit hinter Apples Lügen kommen, damit man dann weiss, dass man das, was man nun hat, so wie man dachte, nicht gebrauchen, mit einigen Workarounds teilweise aber nutzen kann. Das Herausreden von Apple ist mir in vielen Foren natürlich aufgefallen, ändert an der Tatsache aber nichts, dass man das Produkt im Business-Umfeld nicht gebrauchen kann. Vielleicht noch nicht, dazu am Schluss dann mehr. Lesen Sie selbst warum dem so ist:

iPhone-Unterstützung, Push Notification Server

Als wohl einzige Server-Software, die fürs Business-Umfeld evaluiert wird, unterstützt der Snow Leopard Server das iPhone nicht oder nur ungenügend. Push-Benachrichtigungen für Kalender-, E-Mail- und Kontakt-Daten werden nicht unterstützt, obschon es einen solchen Dienst gibt. Viele Foren später weiss man dann, dass die integrierten Push-Dienste nur Geschwätz ist – ganz abgesehen davon, dass das neue und eigentlich gut gewählte, offene Format für Kontakte auf dem Mac-Server namens CardDAV vom iPhone überhaupt nicht unterstützt wird. Apple schwatzt sich damit raus, dass von iCal auf dem Mac das Format CardDAV ja sehr wohl unterstützt wird und man dann das iPhone via iTunes (ja, über Kabel!) synchronisieren könne. Ja genau, mit Anforderungen im Business-Umfeld hat dies nichts zu tun. Kommt dazu, dass die paar wenigen Exoten, die diesen wirklich hässlichen Workaround tatsächlich versuchen und ihre Erfahrungen der Öffentlichkeit kund tun, auch damit schnell an Grenzen stossen, wenn man nämlich einige Adressbücher eingerichtet hat und iTunes für die Synchronisation nur eines erkennt.

Besonders erwähnenswert dabei ist, dass Exchange das iPhone bestens unterstützt und auch Drittanbieter wie Zimbra (http://www.zimbra.com/) sich als Exchange (2003) ausgeben können und so mit dem iPhone perfekt harmonieren. Darum ist mir dies und Tausenden andern in Foren auch völlig unverständlich, wieso die Server-Software von Apple sich als einzige Server-Software auf dem Markt nicht für die Verwendung mit dem hauseigenen iPhone anbietet – sehr befremdend.

Apple deckt seine Lüge direkt selbst auf. Auf der glossy Marketing-Page unter
http://www.apple.com/chde/server/macosx/features/addressbook-server.html
steht:
“[...] Mit dem neuen Adressbuch-Server in Snow Leopard Server gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Er speichert Kontaktdaten nicht nur auf dem Server, sondern erlaubt es auch, von jedem Ihrer Mac Computer darauf zuzugreifen und sie zu nutzen. Sie können mit dem Adressbuch sogar Kontakte mit Ihrem iPhone synchronisieren, um unterwegs darauf zugreifen zu können.”
Apple schreibt dann auch grad selbst, dass das mit dem iPhone nicht so ernst gemeint ist. Unter
http://discussions.apple.com/thread.jspa?threadID=2138785&tstart=0
ist zu lesen, dass dem eben doch nicht so ist. Kommt dazu, dass Apple im Kleingedruckten unter
http://support.apple.com/kb/HT3947
schreibt:
“Additional Information: Currently, iPhone Mail and Calendar apps do not support Push Notifications from Mac OS X Server v10.6.”
Heisst also, dass nicht nur CardDav und damit das Adressbuch überhaupt nicht vom Server auf das iPhone synchronisieren kann, sondern dass die Push-Dienste sowieso überhaupt nicht funktionieren.

Additional Information
Currently, iPhone Mail and Calendar apps do not support Push Notifications from Mac OS X Server v10.6.

Einrichtung

Die Einrichtung des Snow Leopard Servers ist dann simpel, wenn ein ausgereifter Server-Admin die ganzen DNS-Geschichten übernimmt. Kennt man sich hier nicht wirklich aus, dann wird’s schwierig. Steht das DNS-Setup aber einmal, dann sind die Dienste schnell und einfach konfiguriert. Als nicht Server-Admin und CEO ist diese Aussage auch verlässlich.

Mail

Der IMAP-Dienst funktioniert einwandfrei und sehr viel zuverlässiger als meine Tests mit MobileMe. Das Definieren von Accounts und Quotas ist mit wenigen Mausklicks bewerkstelligt.

Wirklich abgefahren – da finde ich kaum einen passenderen Ausdruck – ist aber das mitgelieferte Webmail. Es ist das gute alte SquirrelMail in der Version 1.4.17 (publiziert und downloadbar im Netz ist Version 1.4.19), welches insign schon vor so vielen Jahren eingesetzt hat, dass ich mich kaum erinnern mag. Squirrel-Mail ist zwar zuverlässig und bestens erprobt, aber in Bezug auf die Benutzeroberfläche trotz vielen Farbschemata (hier kann man nicht von Skins sprechen) altgebacken und aus heutiger Sicht ein Witz. Da gibt es weder ausgereiftes JavaScript noch auch nur eine sinnvolle AJaX-Verwendung. Jeder andere Mail-Anbieter bietet eine modernere Oberfläche, hier enttäuscht Apple also massiv.

Server-Side-Email-Rules und Out-of-Office-Replies

Auf der glänzenden Apple-Website wird auch da etwas gar dick aufgetragen: Es können die E-Mail-Filter-Regeln und die out-of-Office-Meldungen immer nur dann bearbeitet werden, wenn über den Port 443 auf den Server zugegriffen wird, resp. wenn zuvor für den Web-Dienst das SSL-Protokoll aktiviert wurde (vgl. http://support.apple.com/kb/HT3817). Wenn man den Port 80 nutzt, dann bleiben die Regeln zwar gespeichert, können aber nicht bewirtschaftet werden. Ob dies aus Server-Administrations- und Sicherheits-Sicht Sinn macht, das will ich nicht beurteilen, es ist aber nur die Spitze des Eisbergs, denn:

Bei den serverseitigen E-Mail-Regeln kann immer nur eine Bedingung definiert werden, also beispielsweise im Absender ist die Zeichenfolge “xyz” enthalten. Es kann dann auch nur das E-Mail in einen Ordner verschoben und beispielsweise nicht auch noch als gelesen markiert werden. Damit ist man sehr eingeschränkt und kann die für typische Business-Prozesse effizienten Hilfen nicht wirklich einrichten. Natürlich, Mail, das Mac-E-Mail-Programm, kann viel mehr, was beim Abrufen der E-Mails ab iPhone via IMAP aber nichts nützt, weil davon Mail ja nichts weiss. Auch hier muss man als kritischer Beobachter den Eindruck bekommen, dass die Software einfach nicht fertig geschrieben wurde. Sehr bedauernswert.

Kalender

Über die fehlende Funktionsweise von Push-Mechanismen hatte ich schon geschrieben. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Apples Server-Software auch hier noch nicht wirklich aus den Kinderschuhen gewachsen ist: Version 10.5 erlaubte nur Einladungen an Benutzer auf dem gleichen Server. Dies hätte in der aktuellen Version 10.6 nun verbessert werden sollen, wurde es auch teilweise, doch funktioniert das nur mit ganz spezifischen Einstellungen und nur schlecht kompatibel mit anderer Kalender-Software. Termine mit Einladungen wickle ich darum nach wie vor über Zimbra, einem Outlook-Exchange-Ersatz (weitere Beiträge sind in diesem Blog dazu zu finden), ab. Alle anderen Termine sind nun auf dem iCal-Server platziert, der aber vom iPhone auf Grund fehlender Push-Dienste (obschon vorhanden und angepriesen, nicht aber funktionsfähig) im 15-Minuten-Takt abgerufen werden müssen. Das freut die sonst schon kurzlebige iPhone-Batterie natürlich ganz besonders.

Adressbuch

Das Wichtigste wurde bereits erwähnt. Da das aktuellste iPhone-OS CardDAV nicht unterstützt nützt der Dienst Adressbuch nichts. Natürlich, mit dem Mac (Snow Leopard) geht die Synchronisation gut, doch nützt mir das im Auto wirklich nichts, gar nichts.

Wiki-Server (2)

Das neue und gut integrierte Wiki 2 kann zwar nicht sehr viel, für meine Ansprüche aber genug und ist mit eigenen Templates für das iPhone oder einen iPod auch unterwegs angenehm zu lesen. Doch zeigt die Erfahrung im Umgang mit solchen Tools die wirkliche Kapazität, darum ist es zwei Wochen nach Inbetriebnahme des Servers für ein qualitativ hochwertiges Urteil in Bezug auf das Wiki noch etwas früh.

File-Server (SMB / AFP)

Die Dienste des Datei-Servers von Snow Leopard Server sind einfach eingerichtet und funktionieren grundsätzlich problemlos. Mittels Mac greifen wir über das AFP-Protokoll und ab Windows-Computern mit klassischen Netzlaufwerkverbindungen zu. Passt.

Etwas Gutes zum Schluss

In erster Linie ist das Gute die Software-Aktualisierungs-Funktion. Ich und Tausende in allerlei Foren mit mir freuen uns auf Updates von Snow Leopard Server (Webmail, Push-Dienste, …) und dem iPhone OS (CardDAV). Doch auch abgesehen von den fehlenden oder nicht funktionierenden Bestandteilen der Software macht es natürlich Spass, einen eigenen Mac-Server zu betreiben und zu wissen, wo genau die E-Mails und Termine liegen, auch wenn diese kleine Freude in entgegengesetzte Richtung zum aktuellen Trend steht, die Dienste aus den Clouds zu beziehen, denn so muss man sich ja auch um Dinge wie ein USV (unterbruchsfreie Stromversorgung) oder das Backup (eines auch nicht im gleichen Büro) kümmern.

Der Preis sei an dieser Stelle auch noch als positiver Faktor gelistet, was bei Apple-Produkten auch wirklich eine Ausnahme ist: Mit CHF 1’249.- ist man mit einem Mac mini Server mit 1 TB Harddisk und beliebig vielen Benutzer-Accounts des Snow Leopard Servers dabei (ja, Hard- und Software). Das ist schon ein Schnäppchen. Die beiden 500 GB-Platten lassen sich aber nicht, wie in der Werbung suggeriert wird, mittels RAID verbinden, dazu muss man schon noch externe Platten anhängen, schliesslich verhindert der Boot-Sektor auf der einen Platte die RAID-Fähigkeit derselben.

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Desktop-Computer – die sterbenden Dinosaurier

Posted am 05. Aug, 2009 von Philipp Sprecher.

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10 gute Gründe, wieso Sie keinen Desktop-Computer mehr brauchen und mit ihm gleich ein paar mühsame Probleme loswerden.

Im Internet ist man sich nicht immer ganz einig, was denn alles unter dem Label “Desktop-Computer” zusammengefasst werden soll. Dieser Beitrag unterscheidet dabei nicht zwischen Midi-, Mini- oder sonst einem Gehäuse, sondern zwischen stationären PCs oder Macs am Arbeitsplatz und der Gattung der Laptops und Notebooks.

Die Empfehlung ist simpel: Werden Sie alle Ihre Desktop-Computer los und freuen Sie sich über die wiedergewonnene Freiheit! Warum? 10 gute Gründe für den alleinigen Einsatz eines portablen Computers, hier in der Form eines Macbooks:

  1. Systempflege und Desktop-Organisation
    Natürlich gibt’s Software-Tools für die Synchronisation von System-Einstellungen und Desktop-Organisationen, doch brauchen die Zeit und setzen beispielsweise eine permanente Internetverbindung voraus. Wenn Sie nur noch mit einem Macbook arbeiten, dieses überall dort, wo Sie sind, einsetzen, also im Büro und zu Hause, dann brauchen Sie sich nicht mehr darum zu kümmern, welche Systemeinstellungen Sie gerade vorher zu Hause geändert haben, die Ihr digitales Leben einmal mehr vereinfachten. Die Einstellung ist einfach gemacht und da. Basta.
  2. Globale Programmeinstellungen
    Sie erfassen in beispielsweise MS Word Daten in einer Tabelle. Immer beim Tippen auf den Tabulator ändert Word den ersten Buchstaben des Inhaltes der Zelle zuvor in einen Grossbuchstaben, was Sie aber gar nicht wollten. Sie kämpfen sich also durch die Rechtschreibe- und Autokorrektur-Einstellungen und finden endlich die Checkbox, in welcher dieses Feature deaktiviert werden kann. Doch kaum im Büro angekommen wandelt Word den ersten Buchstaben nach dem Tabulator-Klick erneut in einen Grossbuchstaben um — also ändern Sie die Einstellungen zum zweiten Mal. Mit nur einem Computer entfällt dieses nervige, doppelte Programm-Pimpen.
  3. Business-Daten unterwegs up2date
    Sie haben einen wichtigen Termin, bei dem Sie wichtige Daten präsentieren müssen. Da Sie Ihren Laptop aber nur sporadisch brauchen haben Sie entweder keine aktuellen Daten drauf oder meinen einfach nur, dass die aktuell seien. Die wirklich aktuellen Daten sind auf dem Desktop-PC. Und jetzt stellen Sie sich vor, wenn Sie nur noch mit einem Macbook arbeiten: Egal wann auch immer Sie los müssen, Sie haben alle Daten auf dem aktuellen Stand mit dabei, ohne irgendetwas vorbereiten oder kopieren zu müssen.
  4. Umfassendes Backup an verschiedenen Orten
    Wenn Sie noch nie einen Harddisk-Crash hatten, dann wissen Sie nicht wirklich, wovon ich spreche. Ansonsten ist dies Musik in Ihren Ohren: Stellen Sie sich einfach nur vor, dass Sie alle privaten und geschäftlichen Daten auf dem Macbook haben. Mit einer Backup-Routine wie TimeMachine werden diese Daten nun permanent im Büro und zu Hause inkrementell gesichert – automatisch und ganz ohne Ihr Zutun. Haben Sie eine Ahnung, was alles brennen oder in Fluten untergehen müsste, damit Sie wirklich alle Ihre Daten verlieren?
  5. Passworte gespeichert
    Viele Programme helfen, dass nicht immer alle Passwort neu eingegeben werden müssen. Wenn Sie mit unterschiedlichen Systemen arbeiten, kommt es leider immer mal wieder vor, dass bei einem Programm auf System A das Passwort gespeichert wurde, auf System B aber nicht. Meist kennt man seine Passworte ja, ist also nicht wirklich tragisch, aber einfach mühsam. Und mit dem Einsatz nur eines Macbooks lässt sich auch diese Mühseligkeit weggepusten.
  6. Musik und Podcasts jederzeit griffbereit
    Auch in diesem Bereich helfen die Synchronisierungs-Applikationen nur beschränkt weiter. Mit lustigen Cloud-Storages kann man zwar einfach ganze Folder synchronisieren, doch sind es dann nur die Daten, die synchronisiert werden. Ein Programm wie iTunes weiss dann nicht wirklich, bei welcher Minute Sie den Podcast gestoppt hatten, damit der an der richtigen Stelle weiter gehört werden kann. Es braucht nicht viel Vorstellungskraft: Mit nur einem Macbook haben Sie Musik und Podcasts immer dabei und können auch jederzeit und überall eine gute CD rippen. Eine ganz neue Dimension für alle möglichen Parties (Sound out und zum Sound in).
  7. Private-Daten omnipräsent
    Auch wenn Sie im Büro sitzen, kann es mal sein, dass Sie ein E-Mail erhalten, auf das Sie gerne mit einem privaten Foto antworten würden. Im klassischen Setup kommt Ihnen die Idee sicherlich gar nicht erst in den Sinn, jedoch mit dem Einsatz nur eines Macbooks, auf dem alle Ihre Daten sind, finden Sie auch immer das gesuchte Bild.
  8. Browser-Bookmarks und Verlauf
    Richtig, auch hier gibt es Tools, mit denen man Bookmarks synchronisieren kann. Es sind dann aber gewöhnlich immer nur die Bookmarks. Vielleicht aber erinnern Sie sich im Büro, dass Sie zu Hause gerade noch eine Website mit interessanten Informationen für Ihr Tun gesehen hatten, können aber nun im Büro den Browser-Verlauf nicht mehr durchstöbern. Das ist mühsam. Doch auch hier hilft der Einsatz nur eines Systems.
  9. Pflege des Betriebssystems
    Das Service Pack 2 von Windows Vista ist so lange ja noch nicht publiziert worden. Wenn Sie’s bereits installiert haben, dann wissen Sie, dass dies eine Ewigkeit geht. Und wenn’s dann nicht die doppelte Ewigkeit sein soll, so hilft der Einsatz nur eines Systems. Ganz generell ist es unglaublich befreiend, wenn man nur noch ein Betriebssystem pflegen muss (oder eines pro Typ, das man auf seinem Macbook installiert hat).
  10. High-end Hardware
    Der Computer ist Ihr tägliches Werkzeug, doch im Büro stellt man Ihnen nur eine staubige, flackernde Kiste hin? Oder umgekehrt fliegen im Büro die Programme mit einem Mordsprozessor nur so auf und zu, doch zu Hause nimmt das Warten kein Ende? Dann ist ein einmaliges Investment in eine mobile Station das Richtige. Einige Firmen bieten dafür schon spannende Modelle an, dass beispielsweise ein bestimmter Betrag für die freie Wahl des Computers am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird, den man beliebig aufstocken und damit sein Wunschgerät kaufen kann. In definierten Schritten geht die Gesamtmaschine dann in den Besitz des Mitarbeiters über, beispielsweise innerhalb von drei Jahren, nach denen dann das gleiche Budget erneut zur Verfügung gestellt wird und das bisherige System dem Mitarbeiter gehört, sofern sich dieser in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befindet.

Als Hardware-Freak hatte ich in meiner Karriere vieles ausprobiert und setze nun seit einigen Monaten nur noch ein Macbook Pro ein, welches ich zu Hause und im Büro gleichermassen an einen zusätzlichen Monitor, eine Tastatur und eine Harddisk anschliesse (TimeMachine). Ich hatte noch nie so wenig Zeit mit der System- und Anwendungspflege verbringen müssen, wie jetzt. Und ich schätze alle oben aufgeführten Vorteile Tag für Tag.

Beim Macbook habe ich nicht gespart, das ist korrekt, doch die wiedergewonnene Zeit, kombiniert mit der Effizienzsteigerung und der Freude über das ideale Setup sind mehr als ausgleichend.

Es ist also Zeit zu bedenken, ob man im Alltag wirklich mehrere Computer braucht. Desktop-Computer sind meiner Meinung nach Dinosaurier und bringen keine Vorteile mehr gegenüber neuen, leistungsstarken Laptops. Die Zeiten, in denen ein Laptop die Leistung eines Quad-Midi-Towers nicht bieten konnte, sind indessen mit den neuen Macbook Pros längst Geschichte (habe ich mit Benchmark-Tests verifiziert, ist aber nicht Thema dieses Blog-Beitrags).

Als einziger Nachteil kann allenfalls der Totalausfall genannt werden, der bei einem nicht redundanten System eintreten kann. Doch ist laut Gerüchten Microsoft dabei, den Apple Stores Konkurrenz zu machen. Microsoft hat dafür bereits den treibenden Store-Location-Finder-Mitarbeiter von Apple abgeworben und will in Kürze in Kalifornien erste Läden uns Service-Center eröffnen. Dann wird man also auch mit einem Lenovo wie heute schon mit einem Macbook jeden Abend bis 22.00 Uhr an der Bahnhofstrasse Support geniessen können, wodurch das Problem dann nicht mehr so gravierend ist.

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Ist Arbeiten im Business-Umfeld ohne Windows möglich?

Posted am 06. Jul, 2009 von Philipp Sprecher.

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Wenn ich mit Kunden und Partnern spreche, dann wird sofort klar, dass sich trotz dem aktuellen Apple-Hype im Business-Umfeld nach wie vor wenig verändert hat: Mittlere und grosse Unternehmen setzen weiterhin ausschliesslich Windows ein und begründen den Einsatz damit, dass im Business-Umfeld auch alle Partner damit arbeiten würden, dass Windows im Firmenumfeld hinsichtlich den möglichen Einstellungen in Bezug auf die Benutzerverwaltung und Rechtevergabe flexibler sei und dass Apple-Computer sich nicht problemlos in bestehende Netzwerke eingliedern lassen würden. Dazu kommt, dass viele Software-Pakete mit fachspezifischen Programmen für Firmen nur unter Windows laufen und dass die PCs mit mobilen Endgeräten verbunden werden müssen, die ausschliesslich Windows unterstützen.

Über dieses Thema könnte ich nun viele, viele Seiten füllen. Dieser Blog-Beitrag soll aber in einer Zusammenfassung einen Überblick geben, welche Bereiche alternativ wie abgedeckt werden könnten. Zentral dabei ist der Einsatz von Zimbra anstelle eines Exchange-Servers. Informationen zu Zimbra finden sich hier: www.zimbra.com. Zimbra ist eine solide, gute, leider aber noch nicht sehr bekannte Lösung, welche darum auch kurz anhand der wichtigsten Funktionen vorgestellt wird.

Je nach Feedback und Kommentaren gehe ich gerne detailliert und sehr viel genauer auf einzelne Lösungsbereiche ein. Über entsprechende Rückfragen freue ich mich darum!

Dieser Artikel fokussiert indessen die alltäglichen Bereiche Kalender, E-Mails, Aufgaben, Kontakte, Word- und Excel-Files des Office-Pakets und leitet her, ob ein Arbeiten ohne Windows im professionellen Umfeld bereits möglich ist.

Bei insign pflegten wir viele Jahre eine reine Windows-Kultur, haben diese aber in den letzten Jahren geöffnet und überlassen es nun den einzelnen Mitarbeitenden, zu entscheiden, auf welchem System sie arbeiten wollen. Es sind insbesondere drei Systeme, die nun im Einsatz sind: Auf Platz 1 ist nach wie vor Windows, bei uns eine bunte Mischung aus XP und Vista. Es gilt dabei lediglich die eine Regel, dass bei jedem Windows-PC 4GB RAM installiert sein müssen. Windows braucht möglichst viel RAM, unterstützt aber auch nicht mehr und kostet so unter Berücksichtigung der Opportunitätskosten für Wartezeiten sicherlich massiv weniger. Auf Platz 2 kommt dann Ubuntu, Linux, das insbesondere von Entwicklern und allen voran von unserem CTO eingesetzt wird. Und dann gibt’s noch zwei Mac-Systeme, beide natürlich mit der aktuellsten Leopard-Version. In Bezug auf die mobilen Endgeräte haben wir zurzeit noch keinen Firmenstandard und jeder managed dies seinen Bedürfnissen entsprechend.

Geht es ohne Exchange-Server?

Ja. Mit alternativen Lösungen funktioniert’s in einer heterogenen Systemlandschaft sogar noch besser: Wir setzen für alle Mitarbeitenden die Groupware-Lösung Zimbra ein. Zimbra nennt sich selbst die Messaging- and Collaboration-Lösung der nächsten Generation und hat wirklich einiges zu bieten: Zimbra gibt’s als Desktop-Versionen für die Betriebssysteme Windows, Mac und Linux. Über eine hervorragende Lösung kann Zimbra komplett im Browser bedient werden und ist mit schnellen Browsern wie dem Safari 4 dabei sogar schneller als die Desktop-Variante. Zimbra kann im Hosting-Modell betrieben werden, so dass es keinen zusätzlichen System-Administrator zur Pflege von Zimbra in der Firma braucht. In Zimbra werden wie in Outlook die Bereiche E-Mails, Kontakte, Aufgaben und Kalender vollumfänglich abgedeckt. Dabei sind im Business-Umfeld unverzichtbare Funktionen wie beispielsweise die Verfügbarkeit von Mitarbeitenden und Sitzungsräumen elegant integriert. Mit wenigen Mausklicks können auch Konnektoren für Outlook und iSync installiert werden, damit auf den betriebssystemeigenen Komponenten die Informationen synchron vorhanden sind. Für den jeweiligen Initial-Import aus den zu ersetzenden Systemumgebungen bietet Zimbra eine Reihe von Tools an, sei’s für den Import ab Exchange oder ab Lotus Domino.

Zimbra ist noch nicht sonderlich bekannt im Business-Umfeld, obschon Zimbra bereits mehr als 60’000 Firmenkunden zählt. Mit dem Einsatz von Zimbra kann man sich in Bezug auf die oben genannten Themenbereiche in einem Schlag von der Bindung an Windows, insbesondere an Outlook, trennen.

E-Mails verwalten

In der beschriebenen Lösung mit Zimbra werden alle gängigen Funktionen eines guten Mail-Programmes abgedeckt. Ob dies nun terminierte Auto-Responder sind, Filter-Regeln für das effiziente Ablegen von eingehender Post oder das Pflegen unterschiedlicher Identitäten, Zimbra lässt nichts missen. Damit die E-Mails auch auf mobilen Endgeräten zur Verfügung stehen muss nicht einmal zwingend synchronisiert werden. Je nach Gerät und Typ des Abonnements kann direkt auf Zimbra zugegriffen werden.

Für den Einsatz in Windows steht der Outlook-Connector zur Verfügung, der grundsätzlich richtig funktioniert, sehr selten aber gemäss meiner Erfahrung plötzlich und grundlos mit der Synchronisation streikt, weil er sich irgendwie verheddert hat. Eine solche Verhedderung ist dann aber einfach zu lösen: Via Systemsteuerung – Mail ein neues Profil mit Zimbra einrichten und schon werden alle Daten erneut und dann immer korrekt ins Outlook hineinsynchrsonisiert. Der Outlook-Connector synchronisiert alle Informationen zu E-Mails, Kalender, Aufgaben und Kontakten. Am Rande bemerkt: Bei uns traten die Synchronisationsprobleme nur bei mir auf, bei einem also, der fast alle 30 Minuten einen Kalender-Eintrag hat. Unter Mac kann in Mail der Zimbra-Account als IMAP-Account eingerichtet werden und sofort werden alle Nachrichten optimal synchronisiert. Linux-Anwender arbeiten direkt mit der Desktop-Version von Zimbra oder im Browser.

Termine verwalten (Kalender)

Für Windows gilt das Gleiche, was oben gerade beschrieben wurde: Mit dem Outlook-Connector hat man die Daten bereits in Windows. Da eine Exchange-Unterstützung unter Mac erst auf September angekündigt ist, muss man hier auf die CalDAV-Integration im iCal zurückgreifen. Das ist nicht unelegant, bringt aber das Problem mit sich, dass einem im iCal direkt die Verfügbarkeiten von Mitarbeitern und Räumen nicht zur Verfügung stehen. Termine mit Einladungen an bestimmte Personen sind darum am besten in Zimbra, sei’s im Browser oder mit dem ZimbraDesktop, zu erfassen. Die Synchronisation mit CalDAV indessen funktioniert einwandfrei. Am Rande bemerkt unterstützt iCal keine Kategorien von Kalendereinträgen und führt nicht Buch darüber, wo ein Termin (besetzt, abwesend, frei, …) stattfindet. Zimbra unterstützt und synchronisiert beides. Für eine angenehme Darstellung in iCal (die auch unter Outlook nicht weniger angenehm ist) sollte man daher verschiedene Kalender benutzen.

Kontakte verwalten

Auch hierfür reicht für normale Business-Anforderungen Zimbra an und für sich bereits aus. Trotzdem kommt das Bedürfnis unumgänglich, die Daten auch lokal zu besitzen, damit diese beispielsweise auch aufs Telefon synchronisiert werden können. Unter Windows ist’s einmal mehr der Outlook-Connector. Unter Mac hilft der iSync-Connector, mit dem alle Kontakte periodisch abgeglichen werden können. In allen Systemen und über alle Systeme hinweg funktioniert auch die Übertragung von Bildern oder Logos zu einzelnen Kontakten einwandfrei.

Aufgaben verwalten

Aufgaben lassen sich über die beiden erwähnten Schnittstellen in Windows und Mac synchronisieren und direkt (z.B. für Linux-User) in Zimbra bearbeiten.

Nach Elementen suchen

Zimbra unterstützt eine eigene, schnelle und gut parametrisierbare Suche. Synchronisierte Daten können in den entsprechenden Programmen wie Outlook, Mail, iCal und anderen mehr wie gewohnt gesucht und gefunden werden.

Synchronisation mit einem mobilen Endgerät

Die Palette an mobilen Endgeräten ist natürlich sehr vielfältig. Da im Business-Umfeld zurzeit vorwiegend Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Windows mobile im Einsatz sind, muss hier erwähnt werden, dass dieses von Zimbra ab Version 5 via ActiveSync unterstützt wird. Doch auch andere Geräte wie Palms, Nokias mit Symbian oder Motorolas mit Java werden unterstützt. Hier findet sich eine entsprechende Device-Liste:
www.zimbra.com/products/zimbra_mobile_device_list.html

Ich selbst nutze die Zimbra-Mobile-Erweiterungsoption und ein iPhone. Damit kann im iPhone ein Exchange-Konto mit den Zimbra-Daten eingerichtet werden. Das iPhone meint nun, es sei wirklich ein Exchange-Konto und reagiert auch genau gleich, sprich, die Mails, Termine und Kontakte sind via Push-Mechanismus jederzeit in Sekundenschnelle verfügbar. Und das ist wirklich ein grosser Komfort: Termin-Einladungen kommen direkt, wie z.B. eine SMS, auf den Screen, der Kalender ist immer aktuell und eine Synchronisation mit iTunes für die hier beschriebenen Komponenten entfällt komplett.

Am Rande erwähnt: Ich arbeitete einige Jahre mit Windows mobile-basierten Handys und bin einfach nur glücklich, dass ich mich nicht mehr täglich mit unfertiger Software herumschlagen muss.

Word- und Excel-Files ohne Windows?

Mit den Formaten .docx und .xlsx sollte der Standard ja so geöffnet worden sein, dass diese Dokument-Typen mit beliebigen Programmen bearbeitet werden können. Bei insign haben wir Standard-Dokumente mit Elementen, die dann auch wirklich von jedem Programm müssten gelesen werden können: Tabellen, Kopf- und Fusszeilen und ein paar Absatzformate. Doch öffnet man nun beispielsweise ein Word-File, das unter Word 2007 (also aus dem Office 2007-Paket) erstellt wurde mit Word 2008 für Mac, so wird dieses an anderen Stellen umgebrochen und sieht nicht genau gleich aus. Oder stimmt man beispielsweise ein Excel- und Word-File unter Windows aufeinander ab, so dass man eine Tabelle ins Word-Dokument kopieren kann, die dann exakt die richtigen Masse in Bezug auf die einzelnen Spaltenbreiten enthält, so sind diese Breiten unter Windows und Mac überhaupt nicht gleich.

Total verloren ist das Word-File dann in OpenOffice, welches beispielsweise auf einem Linux-System betrieben wird. OpenOffice rendert das File dann so schlecht, dass dieses auch nicht mit wenigen Handgriffen in den richtigen Shape gebracht werden kann.

Hier wird’s mit der heterogenen Systemlandschaft darum etwas schwieriger. Wir prüfen zurzeit andere open-document-Formate, haben aber hier noch keine elegante Lösung finden können. Für die wichtigsten Vorlagen haben wir darum eine Windows- und Mac-Version erstellt, die dann aber wirklich nur mit dem einen oder anderen System bearbeitet werden sollte, damit die Darstellung stimmt.

Das Lesen von diesen Dateien ist indessen – mal von der jeweils völlig korrekten Darstellung gemäss Urheber abgesehen –problemlos möglich.

Fazit

Ein Leben ohne Outlook ist nicht nur möglich, sondern sehr viel angenehmer. Der Betrieb von heterogenen Betriebssystemen in einer Unternehmung ist ebenfalls möglich und in Bezug auf E-Mails, Termine, Kontakte und Aufgaben kein Problem. Für alle die Mitarbeitenden, die aber mit Windows und Excel täglich arbeiten müssen, ist meiner Meinung nach aber ein Windows nur bedingt vermeidbar, nämlich dann, wenn man für andere Programme optimierte Vorlagen zur Verfügung stellt. Lustig dabei ist, dass im Vergleich zu Windows Word 2007 das Mac Word 2008 bereits ein anderes Programm ist und eine andere Vorlage bedingt. Dabei müsste man dann bei OpenOffice von einer ganz extrem anderen Vorlage sprechen, da diese Engine .docx nochmals vollkommen anders rendert.

Für die Word- und Excel-Cracks ist darum ein virtuelles Windows oder ein Remote-Zugang zu einem Windows-Server wohl nach wie vor unumgänglich – leider. Von allen oben beschriebenen Aufgabenbereichen scheint dies an und für sich der unkomplizierteste zu sein, was immerhin die Hoffnung bestehen lässt, dass Microsoft das Problem, wenn auch nur firmenintern, wird beheben können.

Fragen

Sie möchten über einen bestimmten Teilbereich mehr wissen? Sie brauchen Screenshots für die korrekte Konfiguration? Schreiben Sie einen Kommentar, ich helfe gerne.

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insign Firmenpräsentation 09

Posted am 22. Jun, 2009 von Philipp Sprecher.

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Die Video-Eröffnung unseres noch jungen Blogs macht ein nicht sehr spektakulärer, aber ein durchaus informativer Video, nämlich unsere insign Firmenpräsentation 2009. Sie sind Interessent oder potenzieller Neukunde und suchen nach den Facts und Figures der insign gmbh? Dann sind Sie hier genau richtig.

Und wenn Ihnen die Musik dabei gefällt, dann gucken Sie auch in den Abspann. Viel Spass!

insign Firmenpräsentation 2009 auf YouTube

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Gedankenpflege

Posted am 14. Jun, 2009 von Philipp Sprecher.

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Work Life Balance, ein Schlagwort, das nicht tot zu kriegen ist, für mich aber in keinster Weise einen Sinn macht. Erstens bin ich ein ganzer Mensch, nicht mal nur das eine und dann nur das andere, und zweitens kann nicht das Gegenteil von Leben Arbeit sein. Arbeit ist Teil des Lebens und dann noch ein sehr wichtiger, schliesslich nimmt er – und dies wohl bei mir ganz besonders – einen grossen Teil der Zeit des Wachzustands in Anspruch. Balance an und für sich ist gut, aber Balance im Innern, Ausgeglichenheit, Übersicht, Fairness, Toleranz, Eigenkritikfähigkeit. Es geht mir aber nicht so sehr um Work Life Balance in diesem Beitrag, sondern viel mehr um die Verknüpfung des Inhalts mit insign.

Ich empfehle allen, mit und ohne Familie, den Podcast von Reinhold Stritzerlberger, der da heisst (und so im iTunes Store gefunden werden kann) “Das Abenteuer Familie”. Noch habe ich erst ein Dutzend Folgen gehört, bin aber sehr begeistert. Nicht, dass ich mich jeder Meinung Stritzelbergers anschliessen würde, sondern weil der Mann gut denkt, Gedanken zu Ende führt, spannende Konklusionen schliesst und wissenswertes Know-how aus unterschiedlichen Fachrichtungen treffsicher platziert.

Es tut gut, einem rund zwanzig Minuten zuzuhören, der über einzelne Worte und deren Tragweite sinniert. Einer, der sein Leben so eingerichtet hat, dass er Zeit dazu hat, es zu hinterfragen und es auf eine Weise zu modellieren, damit es mit seinen Ideen und Vorstellungen auch wirklich kompatibel ist. Natürlich können wir alle über die einzelnen Themen sprechen, schliesslich sind sie im Grunde trivial, dennoch aber bringt er es gemütlich und nicht weniger gekonnt auf den Punkt. Wie bildet man Vertrauen? Wo sind die Unterschiede von Vertrauen in der Familie und im sonstigen Umfeld? Was passiert mit seinem Gegenüber, wenn man ein Versprechen nicht einlöst? Wohin führen Aussagen mit später, bald, immer und anderen Worten, die gefährlicher als Waffen unser Gegenüber verletzen können?

Natürlich geht’s um Familien, darum bin ich ja auch drauf gestossen, aber dann eben doch nicht, ganz sicher nicht nur. Es geht in erster Linie um Beziehungen, um Menschen; Menschen, wie sie auch überall an den Arbeitsplätzen sitzen. Und es tut vermutlich jedem und jeder gut, mal wieder einem kleinen Gedanken zu folgen, bis er auch wirklich fertig gedacht ist. Ob Stritzelberger seinem Sohn einen iPod-Movie-Abend verspricht, den iPod vergisst und dann nochmals ins Büro flitzt, weil er sein Versprechen halten will, oder ob der Personalchef seinen Mitarbeiter zurückruft, wenn der nach ihm fragte und zugesichert bekam, dass er in 15 Minuten zurückgerufen werde, sind einerlei: Es geht um Menschen, die miteinander in Beziehung stehen und die sich in welcher Form auch immer auf einander wollen verlassen können, damit sie gemeinsam höhere Ziele erreichen. Ich bin überzeugt, dass jede Hörerin und jeder Hörer sich etwas aus diesen Gedanken nehmen kann, ein Beispiel mit auf den Weg bekommt, das sofort angewendet werden kann. Man spürt dabei die grosse Erfahrung Stritzelbergers, der nicht nur Freude hat, an dem was er tut, sondern wirklich sinnvollen, differenzierten Input geben will, wie man sich beispielsweise weiterentwickeln kann. Stritzelberger leitet Seminare zu diesen Themen und kann auch davon spannende Anekdoten einflechten.

In einer Zeit der totalen Fixiertheit auf Äusserlichkeiten tut’s einfach gut, wieder mal zu denken, inneren Werten Raum zu schenken und wichtige Synapsen in Bewegung zu halten. Mit Freude empfehle ich darum diesen Podcast allen mit und ohne Familie und geniesse es, Gedanken zu teilen, die trotz Twitterboost mehr als 140 Zeichen weit reichen.

Im iTunes Store hat der Podcast die Wertung 5 von 5 Sternen durch Rezensionen erhalten.

Links
Web: http://www.dasabenteuerleben.de/index.php?id=11&oid=249
RSS:  http://abenteuerfamilie.podspot.de/rss

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VPN parallel auf Mac und virtuellem Windows

Posted am 31. Mai, 2009 von Philipp Sprecher.

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In vielen Posts wird über diese Thematik geschrieben, in keiner Zusammenfassung aber konnte ich die wichtigsten Aussagen finden. Darum teile ich gerne ein Stücklein Wissen mit meinen Lesern.

In Anlehnung an meinen ersten Mac-Blog-Eintrag setze ich folgendes Setup voraus: Mac mit virtuellem Windows Vista drauf, dabei auf Mac und Windows je eine eingerichtete VPN-Verbindung.

Unmöglich bei VMware Fusion 2.0

Das merkt man nicht sofort, scheint nun ja auch wirklich nicht sehr logisch: Unter Verwendung der Virtualisierungssoftware VMware Fusion kann man in Vista problemlos eine VPN-Verbindung aufbauen. Diese funktioniert so lange stabil, bis man parallel dazu ab dem Mac eine VPN-Verbindung aufbaut. Dann haut’s die bei Windows raus und die kann man dann auch nicht wieder reaktivieren – auch nicht, nachdem man die Mac-VPN-Verbindung gestoppt hat. Man muss tatsächlich den Mac neu booten, bevor man die VPN-Verbindung ab Windows wieder verwenden kann (ja, die VMware neu zu starten reicht nicht). Verbindet man zuerst den Mac mit VPN, dann geht’s in Windows gar nicht. Und – auch das habe ich getestet und lange in Posts gesucht – es gibt keine Einstellung, mit der man die Mac-VPN-Verbindung direkt zu Windows durchschleusen könnte.
Fazit: Paralleler VPN-Betrieb mit VMware Fusion 2.0 ist nicht möglich.

Einstellungen bei Parallels Desktop 4.0

Einfacher bei Parallels, was schliesslich auch der Grund für meinen Wechsel war: Hier kann man wunderbar die VPN-Verbindungen auf Mac und Windows ein- und ausschalten. Sofern man mit einem WiFi verbunden ist, sind die folgenden Einstellungen vorzunehmen (verbunden mit einer orange Internet Everywhere-Card ist’s dann etwas anders, nicht aber das Thema hier):

vpn_settings_parallels

Dabei sicherstellen, dass in der drop-down-Box “AirPort” gewählt wurde:

bridget_ethernet_dropdown

Voilà. Damit läuft’s prima – und in Windows und auf Mac völlig unabhängig voneinander.

Eigentlich ist dies ja trivial. Spannend ist einfach, dass man in Foren und Communities so wenig wirklich Wertvolles dazu findet. Dies muss immer noch damit zu tun haben, dass Macs in der Business-Welt  nach wie vor noch nicht so sehr verbreitet sind und darum selten einer mit beiden Betriebssystemen parallel mit VPN verbunden sein will. Nun wissen Sie aber, wie man das am einfachsten bewerkstelligen kann.

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VMware Fusion 2.0 vs. Parallels Desktop 4.0

Posted am 29. Mai, 2009 von Philipp Sprecher.

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Wie unschwer zu erkennen ist, wird darüber nicht zum ersten Mal geschrieben:
http://www.google.com/search?client=safari&rls=de-de&q=VMware+Fusion+2.0+vs.+Parallels+Desktop+4.0&ie=UTF-8&oe=UTF-8
Dennoch: Kaum ein Review bringt es in wenigen Worten auf den Punkt.

Ich bin es also, das Zielpublikum von Apple. Fokussiert und mit grossem Marketing-Budget richtet sich Apple direkt an Windows-Power-User wie mich und fordert uns zum Umstieg auf. Und ja, nach Dekaden auf Windows und vielen Wochen Tests ist es nun soweit: Alle Windows-Highend-Kisten habe ich aus meinem Zuhause und Büro verbannt und wirke – nunmehr seit Wochen – erfolgreich mit ausschliesslich meinem MacBook Pro. Und trotzdem, ohne Windows geht’s nicht (mindestens nicht ohne Outlook und OneNote, über Entourage werde ich auch mal was schreiben) und darum brauchts eine Virtualisierung davon, sonst hat man ja den Mac nicht mehr.

Befragt man im AppStore ein Genius, was denn nun besser sei, Parallels oder VMware Fusion, bekommt man immer die gleiche Antwort, dass es nicht wirklich drauf an komme, dass beide Produkte toll seien. Man kann also nur probieren. Und ich probierte zuerst falsch.

VMware Fusion, welches ich zuerst installiert hatte, kann man vergessen. Parallels kann zwar im Vollbild-Modus nicht über zwei Bildschrime gespannt werden, was mir nicht wirklich einleuchtet, hat aber ansonsten nur Vorteile: Es ist massiv schneller, hat viel mehr Einstellmöglichkeiten, lastet die CPU verglichen mit Fusion nur etwa zur Hälfte aus und lässt darum auch den Fan ab und zu verschnaufen, der in VM Fusion nur noch im roten Bereich dreht. (Natürlich, ich könnte Hunderte von Vor- und Nachteilen an dieser Stelle akribisch auflisten, doch sind wir dann wieder beim umfassenden Review, was es hier aber nicht sein soll, sondern eine Entscheidungs-Empfehlung, damit meine Leser nicht so lange pröbeln müssen wie ich.)

Im windowed-Modus (Kohärenz) sind beide nicht wirklich zu gebrauchen, da Parallels mit unterschiedlichen Auflösungen bei Dual-Screen-Setups nicht umgehen kann (irgendwo im Bild ist plötzlich Schluss) und weil bei VM Fusion das Copy-Paste mit CTRL-C und CTRL-V nur noch in 50% der Fälle funktioniert. Hier können beide noch aufholen, doch genug der Details, will’s ja bündig und kurz.

Es ist mir nicht klar, wieso die Apple-Jungs hier kein klares Statement abgeben, doch muss dies irgendwie politisch sein. Nicht aber hier:
Parallels hat nicht nur die Nase vorn, sondern ist auch massiv leistungsfähiger. So leistungsstark, dass man meint, man hätte Windows native gebootet (bei mir ein Vista, Service Pack 2, installiert auf einer eigenen Partition mit BootCamp).

Übrigens, spätestens im operativen Einsatz mit VPN-Connections geht’s dann wirklich gar nicht mehr mit Fusion. Das mögen die Genies nicht wissen, da Apple sich noch nicht so sehr auf Firmen augerichtet hat – eigentlich schade. Dazu später mehr.

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